Kabeltrommelregal

20211126 Social Media Glossar Template KabeltrommelregalKabeltrommelregale sind auch als Kabelregale, Trommelregale oder Bobinenregale bekannt. Sie dienen der platzsparenden, sicheren Lagerung von Kabeltrommeln. Diese können bei Bedarf komplett entnommen werden. Kabeltrommelregale werden auch verwendet, um die gelagerte Rollenware entsprechend den Kundenanforderungen konfektionieren zu können.

Aufbau
Diese Spezialregale gibt es in zahlreichen Ausführungen, die sich neben weiteren Aspekten in ihrer maximalen Tragfähigkeit unterscheiden. Vor allem Kabeltrommelregale, bei denen die Regalständer im rechten Winkel zum Boden stehen, bieten eine höhere Tragfähigkeit und können mit einem Stapler be- und entladen werden. Schräge Ausführungen ermöglichen die schnelle Entnahme ganzer Rollen, entweder via Kran oder manuell.

Kabeltrommelregale sind modular aufgebaut. Ein Grundregal, bestehend aus zwei Seitenteilen sowie Auflageträgern, kann beidseitig durch Anbauregale erweitert werden, so dass die Anzahl der verfügbaren Lagerplätze je nach Bedarf erhöht werden kann. Die Trommeln werden dabei nicht auf Böden oder Traversen, sondern auf Wellenlagern und Trommelwellen (Rundrohren) gelagert. Ablaufkonen, die zur Fixierung der Kabeltrommeln auf den Rundrohren montiert werden, ermöglichen es, das gewickelte Kabel in jeder beliebigen Länge zu entnehmen.
Die Regalsysteme sind als Stecksysteme ausgeführt. Hierdurch kann eine vorhandene Regalanlage problemlos im Nachhinein erweitert werden. Um einen stabilen Stand zu gewährleisten, sollte sie mit passenden Bodenankern stabil im Fußboden verschraubt werden. Gegebenenfalls müssen, je nach Bodenbeschaffenheit, Kunststoffplatten untergelegt werden, um zu verhindern, dass die Fußstützen korrodieren und so die Stabilität des gesamten Regalsystems gefährdet ist.

Bedienung
Die Spezialregale dienen der sicheren und effizienten Lagerung von leeren oder gefüllten Kabeltrommeln, dienen aber auch beim Zuschnitt der aufgerollten Kabel in beliebiger Länge. Das Abrollen erfolgt je nach Modell manuell oder – bei vorhandener Trommelbremse – auch automatisch. Ohne Bremse besteht die Gefahr, dass die Trommel, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten, unkontrolliert nachrollt.
Beim Abrollvorgang ist es daher sehr wichtig, dass dieser langsam und gleichmäßig erfolgt. So wird verhindert, dass mehr Kabel als benötigt abgerollt wird. Beim Abrollen darf kein Zug auf das Kabelende ausgeübt werden. Bei zu heftigem Zug auf das lose Kabelende könnte sonst die Kabeltrommel das Wellenlager durch eine Aufwärtsbewegung verlassen.

Da es sich bei Kabeltrommelregalen um Schwerlastregale für den industriellen Einsatz handelt, muss mindestens einmal pro Jahr eine Regalinspektion vorgenommen werden. Diese wird durch eine unabhängige, fachkundige Person vor Ort durchgeführt. Weil es sich um ein dynamisches Lagersystem mit beweglichen Teilen handelt, ist eine regelmäßige, am besten wöchentliche Sichtkontrolle nötig, die schriftlich dokumentiert werden sollte. Dies dient der Absicherung, dass alle beweglichen Teile einwandfrei arbeiten, dass das Regal und alle Elemente unbeschädigt sind und die Stand- und Kippsicherheit gewährleistet ist.
Vor jedem Bedienvorgang sollte man außerdem prüfen, ob die Trommelwelle auf beiden Seiten vollständig im jeweiligen Wellenlager liegt. Ist das nicht der Fall, muss vor der Abrollbewegung zunächst die Kabeltrommel korrekt eingesetzt werden. Ansonsten könnte es passieren, dass die Kabeltrommel aus der Halterung rutscht. Dies kann zu Verletzungen führen und/oder die Regalanlage beschädigen.

Bei der Auswahl eines geeigneten Regalsystems müssen sämtliche individuellen Anforderungen bereits vorher klar definiert werden. Es gibt die erforderlichen Trommelwellen in verschiedenen Durchmessern und Tragkräften, die jeweils entsprechend den individuellen Anforderungen im Lager ausgewählt werden.

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