Fördertechnik

20211126 Social Media Glossar Template FrdertechnikDie Fördertechnik ist eine Teildisziplin des Maschinenbaus und beinhaltet die Konzeption, die Auslegung, die Planung und Ausführung von Einrichtungen zum Transport von Stückgut (Paletten, Kisten, Pakete etc.) oder Schüttgut (Sand, Erz, Getreide etc.). Grundsätzlich unterscheidet man in der Logistik zwischen manueller und automatisierter oder halbautomatisierter Fördertechnik.

Für manuelle Systeme entscheidet man sich vor allem dann, wenn Güter einfach oder nur zu unregelmäßigen, weit voneinander entfernten Zeitpunkten verschoben werden müssen. Zumeist geschieht dies mithilfe von Rollenbahnen. Im Gegensatz zu anderen Elementen der Fördertechnik haben diese den Vorteil, dass sie direkt an die Arbeitsplätze von Mitarbeitern angeschlossen werden können. So vereinfachen Rollbahnen etwa die Kommissionierung, also die Sammlung bestimmter Teilmengen an Gütern, maßgeblich.

Gern werden auch automatisierte und halbautomatisierte Fördertechniken (fahrerlose Transportsysteme (FTS)), Verladesysteme, Hubstationen, Hebebühnen und Sortieranlagen) eingesetzt. Solche Einheiten können entsprechend der Anforderungen durch das Unternehmen hinsichtlich Gütergewicht, Beschaffenheit des Bodens und Abmessung von Waren individuell konstruiert werden. Sie sorgen im Vergleich zu manuellen Systemen für eine deutlich höhere Produktivität und Wirtschaftlichkeit in der Intralogistik. Gleichzeitig gewährleisten sie hohe Sicherheitsstandards. Heute setzt man sie vor allem im Versandhandel ein.

Oftmals werden automatisierte Techniken durch manuelle Geräte und Fahrzeuge unterstützt. Man spricht hierbei von halbautomatisierten oder teilautomatisierten Systemen. Als Transportsystem bezeichnet man den Verbund von Transportfahrzeugen und -techniken mit (intelligenter) Software, also mit Steuerungs- und Informationssystemen. Die Auswahl entsprechender Maschinen und Technologien orientiert sich je nach Unternehmen an Durchsatz, Dynamik und Distribution.
Im Gegensatz zur Verkehrstechnik, die sich mit dem weiträumigen Transport befasst, behandelt die Fördertechnik das Fortbewegen von Gütern in abgegrenzten Betriebsbereichen wie beispielsweise Häfen, Flughäfen, im Bergbau oder auch in Industriebetrieben, wie zum Beispiel in der Fertigung und im Lager.

Nachhaltig geplante und umgesetzte Fördertechnik hat folgende Vorteile:

Flächennutzung: Etwa durch den Einsatz von Shuttles und Lastenaufzügen kann die Grundfläche auf mehreren Ebenen genutzt werden.
Zeiteinsparung: Fördersysteme können den Durchsatz von Lagern erhöhen und lange Standzeiten und Staus vermeiden. Ebenso ermöglichen sie den schnellen Pick, also die zügige Entnahme  einzelner Güter, und beschleunigen damit die Durchlaufgeschwindigkeit.
Individualisierbarkeit: Moderne Technologien schaffen die Voraussetzungen dafür, dass auch stark individualisierte Bestellungen und Produktionsprozesse zeitnah abgewickelt werden können.
Flexibilität: Die Bandbreite an Fördertechniken erlaubt es, flexibel und je nach Anforderung des Geschäftsmodells angepasste Beförderungsprozesse zu installieren. Mobil einsetzbare Elemente, beispielsweise Scherenrollenbahnen, können dort genutzt werden, wo man sie braucht und schließlich wieder platzsparend zusammengefaltet werden.
Zielsicherheit: Automatisierte Prozesse sorgen dafür, dass Ware zeitgerecht, ortsgerichtet und in der entsprechenden Menge geliefert wird. Im Vergleich zu menschlichen Arbeitskräften sind intelligente Transportsysteme deutlich zuverlässiger, weil alle Unternehmensabläufe miteinander verknüpft und aufeinander abgestimmt sind.
Wertschöpfung: Nachhaltig realisierte Fördertechnik kann die Wertschöpfung eines Unternehmens steigern, indem sie den betriebsinternen Materialfluss effizienter und effektiver gestaltet. Vielfältig, etwa durch Zeit- und Flächenoptimierung, können Kosten eingespart werden.Je höher der Automatisierungsgrad, desto höher das Potenzial, die Wirtschaftlichkeit eines Systems zu verbessern.

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