Gebrauchte Palettenregale in bester Qualität
Gebrauchte Palettenregale für zusätzliche Lagerkapazität
Gebrauchte Palettenregale sind für Unternehmen interessant, die Palettenware platzsparend lagern und vorhandene Kapazitäten gezielt erweitern möchten. Sie kommen unter anderem in Logistikzentren, Produktionsbetrieben, Ersatzteillagern, Werkstätten, Großhandelslagern und Versandbereichen zum Einsatz. Ein gebrauchtes Palettenregal kann sowohl eine dauerhaft genutzte Lagerlösung als auch eine zeitlich begrenzte Erweiterung für Bestandsspitzen sein.
In der Kategorie von Lagertechnik Becker finden Anwender unterschiedlich konfigurierte Regalreihen sowie einzelne gebrauchte Regalbauteile. Das verfügbare Sortiment umfasst Anlagen mit verschiedenen Gesamthöhen, Reihenlängen, Tiefen, Ebenen und Palettenplatzkapazitäten. Da Gebrauchtbestände wechseln können, bildet jedes Angebot eine konkret zusammengestellte und verfügbare Konfiguration ab.
Wann lohnt sich der Kauf eines gebrauchten Palettenregals?
Der Einsatz gebrauchter Regale bietet sich an, wenn eine Lagerfläche kurzfristig eingerichtet, umgebaut oder erweitert werden soll. Typische Anlässe sind steigende Warenbestände, saisonale Spitzen, zusätzliche Produktionsaufträge, die Einrichtung eines Außenlagers oder die Umstrukturierung vorhandener Lagerzonen. Wirtschaftlich sinnvoll ist Gebrauchtware insbesondere dann, wenn die angebotenen Abmessungen und Traglasten ohne umfangreiche Anpassungen zur geplanten Nutzung passen.
Auch bei der Erweiterung einer bestehenden Anlage können gebrauchte Komponenten infrage kommen. Voraussetzung ist, dass Hersteller, Systemtyp, Profilgeometrie, Rasterung, Verbindungstechnik und Belastungsdaten eindeutig zusammenpassen. Bauteile verschiedener Regalsysteme sollten nicht allein aufgrund ähnlicher Abmessungen miteinander kombiniert werden. Vor einer Erweiterung ist deshalb zu prüfen, welches System bereits vorhanden ist und ob die angebotenen Komponenten dafür freigegeben sind.
Die richtige Größe und Regalaufteilung bestimmen
Für die Auswahl sollte zuerst die nutzbare Stellfläche ermittelt werden. Relevant sind nicht nur Länge, Höhe und Tiefe der Regalreihe, sondern auch Verkehrswege, Fluchtwege, Sicherheitsabstände, Gebäudestützen und der Platzbedarf des eingesetzten Flurförderzeugs. Die Regalabmessungen müssen immer zur Halle, zur Ladeeinheit und zum Bedienkonzept passen.
Die Höhe des Regals richtet sich nach der verfügbaren Hallenhöhe und der maximalen Hubhöhe des Staplers. Zusätzlich ist ausreichender Abstand zu Decken, Beleuchtung, Sprinkleranlagen, Leitungen und anderen technischen Installationen einzuplanen. Bei hohen Regalzeilen ist außerdem zu berücksichtigen, ob die oberen Ebenen sicher eingesehen und bedient werden können.
Die Regaltiefe liegt bei vielen Palettenregalen ungefähr im Bereich typischer Europalettenabmessungen. Entscheidend ist jedoch die vorgesehene Einlagerungsrichtung. Die Palette muss so auf den Traversen aufliegen, wie es die Konstruktion und die Belastungsangaben des Regals vorsehen. Sonderpaletten, Gitterboxen oder Ladeeinheiten mit abweichenden Abmessungen können zusätzliche Tiefenstege, Auflagen oder Gitterroste erfordern.
Die Reihenlänge ergibt sich aus der Anzahl und Breite der Regalfelder. Dabei sollte nicht nur die aktuell benötigte Zahl an Stellplätzen betrachtet werden. Zu prüfen ist auch, ob spätere Erweiterungen möglich sind und ob ausreichend Fläche für Anfahr- und Endbereiche vorhanden bleibt. Die Gesamtbreite einer Regalreihe kann von der Summe der Traversenlängen abweichen, weil Ständerprofile und konstruktive Zwischenräume hinzukommen.
Palettenplätze und Lagerebenen berechnen
Die Anzahl der Palettenplätze hängt von der Zahl der Felder, der nutzbaren Ebenen und den Palettenplätzen je Ebene ab. Bodenplätze können abhängig von der jeweiligen Produktangabe bereits in der ausgewiesenen Gesamtkapazität enthalten sein. Für einen belastbaren Vergleich muss deshalb geprüft werden, ob sich die genannte Stellplatzanzahl auf reine Traversenplätze oder auf Traversen- und Bodenplätze bezieht.
Auch die lichte Fachhöhe ist wichtig. Sie muss sich aus der Höhe der Ladeeinheit einschließlich Palette sowie einem ausreichenden Freiraum für das sichere Ein- und Auslagern ergeben. Werden unterschiedlich hohe Waren gelagert, kann eine variable Anordnung der Traversen sinnvoll sein. Änderungen an der Ebenenaufteilung dürfen jedoch die zulässige Feldlast und die statischen Vorgaben des Regals nicht überschreiten.
Bei der Kapazitätsplanung sollte außerdem berücksichtigt werden, ob jede Position dauerhaft belegt wird. In Lagern mit häufig wechselnden Artikeln, Chargen oder Zugriffshäufigkeiten können freie Stellplätze für Umlagerungen erforderlich sein. Eine rein rechnerische Maximalauslastung entspricht daher nicht immer der praktisch nutzbaren Lagerkapazität.
Fachlast, Feldlast und Gesamtbelastung unterscheiden
Die Fachlast bezeichnet üblicherweise die zulässige Belastung einer Lagerebene bei bestimmungsgemäßer und gleichmäßig verteilter Last. Die Feldlast beschreibt die zulässige Gesamtbelastung eines Regalfeldes. Eine hohe Fachlast bedeutet nicht automatisch, dass alle Ebenen gleichzeitig bis zu diesem Wert belastet werden dürfen.
Bei der Auswahl müssen das Gewicht der Palette, der Ware und gegebenenfalls zusätzlicher Auflagen gemeinsam betrachtet werden. Auch ungleichmäßige Lastverteilungen, punktförmige Belastungen oder überstehende Ladeeinheiten können die Beanspruchung verändern. Die Belastungswerte des konkreten Angebots und die zugehörigen Herstellerangaben sind deshalb maßgeblich.
Werden Traversen versetzt, zusätzliche Ebenen eingebaut oder Feldhöhen verändert, kann sich die zulässige Belastung der Anlage ändern. Solche Anpassungen sollten nur auf Grundlage der Systemdaten und einer fachlichen Bewertung erfolgen. Belastungsschilder müssen zur tatsächlich aufgebauten Konfiguration passen und für das Bedienpersonal gut sichtbar angebracht sein.
Zustand gebrauchter Palettenregale beurteilen
Gebrauchte Regalkomponenten können typische Gebrauchsspuren aufweisen. Für den sicheren Einsatz ist entscheidend, dass tragende Bauteile keine unzulässigen Verformungen, Risse, starken Korrosionsschäden oder beschädigten Verbindungselemente aufweisen. Eine Zustandsprüfung sollte insbesondere Ständer, Traversen, Diagonalstreben, Fußplatten, Sicherungen und Verbindungspunkte umfassen.
Wir geben an, die angebotenen gebrauchten Palettenregale durch Regalinspektoren untersuchen zu lassen. Dennoch muss jede Anlage nach Transport und Montage auf ihren vollständigen und ordnungsgemäßen Aufbau geprüft werden. Beschädigungen, die beim Abbau, Verladen, Transport oder Wiederaufbau entstehen, sind vor der Inbetriebnahme zu bewerten.
Die optische Beschaffenheit allein lässt keine zuverlässige Aussage über die Tragfähigkeit zu. Lackschäden oder leichte Gebrauchsspuren können für die Nutzung unerheblich sein, während verbogene Profile, beschädigte Schweißnähte oder verformte Agraffen sicherheitsrelevant sind. Tragende Komponenten sollten nicht eigenständig gerichtet, gebohrt, geschweißt oder anderweitig verändert werden.
Systemkompatibilität und Lieferumfang prüfen
Vor dem Kauf ist der vollständige Lieferumfang zu kontrollieren. Dazu können Ständerrahmen, Traversen, Sicherungsstifte, Fußplatten, Verankerungen, Distanzstücke, Tiefenstege, Auflagen und Anfahrschutz gehören. Nicht jedes abgebildete Zubehör muss automatisch Bestandteil des Angebots sein. Maßgeblich ist die Komponentenliste des jeweiligen Produkts.
Bei kompletten Regalreihen sollte außerdem geklärt werden, ob die Anlage als einseitige Wandzeile oder als freistehende beziehungsweise doppelseitige Regalzeile aufgebaut werden soll. Für Doppelregale können Distanzstücke und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich sein. Die vorgesehene Aufstellung beeinflusst somit sowohl den Platzbedarf als auch die benötigten Bauteile.
Für die Ergänzung einer vorhandenen Anlage sind Hersteller und Systembezeichnung besonders wichtig. Selbst innerhalb eines Herstellers können sich Baureihen, Profilformen und Verbindungssysteme unterscheiden. Eine Erweiterung sollte deshalb anhand eindeutiger Typenangaben, technischer Unterlagen und vorhandener Belastungsdaten geplant werden.
Montage, Verankerung und Anfahrschutz
Palettenregale müssen lotrecht, standsicher und entsprechend den Vorgaben des jeweiligen Systems aufgebaut werden. Der Hallenboden muss die auftretenden Lasten aufnehmen können und für die vorgesehene Verankerung geeignet sein. Unebenheiten dürfen nur mit dafür vorgesehenen Ausgleichselementen berücksichtigt werden. Die sichere Nutzung beginnt mit einer fachgerechten Montage auf einem ausreichend tragfähigen Untergrund.
Besonders gefährdete Regalstützen sollten durch geeignete Schutzmaßnahmen gegen Anfahren gesichert werden. Das betrifft vor allem Eckbereiche, Durchfahrten und die Stirnseiten von Regalzeilen. Die Art des Anfahrschutzes richtet sich nach dem Verkehrsweg, den eingesetzten Flurförderzeugen und der konkreten Gefährdungsbeurteilung.
Nach wesentlichen Umbauten, Standortwechseln oder einer neuen Konfiguration ist die Anlage vor der Nutzung fachlich zu kontrollieren. Im laufenden Betrieb sind regelmäßige Sichtkontrollen und die vorgesehenen Regalprüfungen zu organisieren. Festgestellte Schäden müssen dokumentiert, bewertet und abhängig von ihrer Gefährdungsstufe behandelt werden.