Postverteilerschrank & Schließfachschrank kaufen
Postverteilerschränke für eine strukturierte Dokumentenausgabe
Postverteilerschränke bündeln die interne Verteilung von Briefen, Formularen, Arbeitsunterlagen und anderen Dokumenten an einem zentralen Ort. Jedem Nutzer oder jeder Organisationseinheit wird ein eigenes Fach zugeordnet. Dadurch lassen sich Sendungen auch dann hinterlegen, wenn der Empfänger nicht unmittelbar erreichbar ist.
Abschließbare Fächer begrenzen den Zugriff auf die jeweils berechtigte Person. Das ist insbesondere bei personenbezogenen, betrieblichen oder anderweitig vertraulichen Unterlagen sinnvoll. Ein Postverteilerschrank allein stellt jedoch noch keine vollständige Datenschutzkonformität her. Entscheidend sind zusätzlich das Schließ- und Berechtigungskonzept, die Schlüsselverwaltung, der Standort sowie die internen Abläufe.
Typische Einsatzorte sind:
- Büros und Verwaltungsgebäude
- Unternehmen mit interner Poststelle
- Produktions- und Logistikbetriebe
- Schulen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen
- Behörden und öffentliche Einrichtungen
- Kliniken, Pflegeeinrichtungen und soziale Dienste
- Werkstätten, Lager und Sozialräume
Bauarten passend zum Verteilprozess
Einzelne Postfächer mit Einwurfschlitz
Bei einem Postfachschrank mit Einwurfschlitz können Briefe und Dokumente eingeworfen werden, während die Fachtür geschlossen bleibt. Der Empfänger entnimmt den Inhalt nach dem Öffnen seines persönlichen Fachs. Diese Ausführung eignet sich für die regelmäßige Zustellung interner Post und für Standorte, an denen die Nutzer zu unterschiedlichen Zeiten anwesend sind.
Vor dem Kauf sollte geprüft werden, ob die Abmessungen des Einwurfschlitzes und des Innenfachs zu den üblichen Sendungsformaten passen. Neben Briefumschlägen im DIN-Lang-Format können im Betriebsalltag auch ungefaltete DIN-A4-Unterlagen, Mappen oder umfangreichere Sendungen anfallen.
Modelle mit Zentraltür
Eine Zentraltür erleichtert das gleichzeitige Bestücken mehrerer Fächer. Nach dem Öffnen erhält die zuständige Person zentralen Zugriff auf die Fachreihe oder den gesamten Verteilerbereich. Dadurch müssen beim Einsortieren nicht alle Einzeltüren nacheinander aufgeschlossen werden.
Diese Bauart ist besonders für Poststellen, Personalabteilungen, Schichtleitungen und zentral organisierte Ausgabestellen geeignet. Die Empfänger greifen weiterhin ausschließlich auf ihre jeweils zugeordneten Fächer zu.
Schließfach- und Verteilerschränke
Nicht jede Anwendung benötigt zwingend einen Briefeinwurf. Schließfachschränke und geschlossene Verteilerschränke können ebenfalls zur Übergabe von Dokumenten, Schlüsseln, Arbeitsmitteln oder persönlichen Gegenständen eingesetzt werden. Maßgeblich sind die Fachgröße, die Türausführung und das verwendete Schließsystem.
Bei kombinierten Anwendungen sollte die Fachaufteilung zu den größten regelmäßig eingelagerten Gegenständen passen. Ein ausschließlich für Briefe dimensioniertes Fach ist für Ordner, Arbeitskleidung oder größere Materialeinheiten meist nicht geeignet.
Fachanzahl und Schrankgröße richtig bestimmen
Anzahl der Nutzer und Reservefächer
Unser Sortiment umfasst Ausführungen mit 5 bis 33 Fächern. Die erforderliche Fachanzahl richtet sich in erster Linie nach den Personen, Abteilungen oder Funktionsbereichen, die dauerhaft ein eigenes Postfach erhalten sollen.
Für Vertretungen, neue Beschäftigte oder wechselnde Projektteams kann eine Kapazitätsreserve sinnvoll sein. Bei größeren Nutzerzahlen lassen sich mehrere Schränke zu einer übersichtlichen Verteilstation zusammenstellen. Eine eindeutige Nummerierung oder Beschriftung unterstützt die fehlerfreie Zuordnung.
Außenmaße und Aufstellfläche
Neben der Fachanzahl sind die Außenmaße entscheidend. In unserem Webshop können Sie unter anderem nach Höhe, Breite und Tiefe filtern. Verfügbar sind je nach Modell Schrankhöhen von 1.800, 1.850 oder 1.950 mm sowie Breiten von 300 bis 1.200 mm.
Für die Planung sind folgende Punkte relevant:
- verfügbare Wand- und Stellfläche
- erforderliche Bewegungsfläche vor den Türen
- Öffnungsbereich von Einzel- und Zentraltüren
- Zugang für Befüllung und Entnahme
- Verkehrs- und Fluchtwege
- Bodenbeschaffenheit und Befestigungsmöglichkeiten
- Einbringungsweg bis zum vorgesehenen Standort
Fachbreite und nutzbares Innenmaß
Die Außenmaße eines Schranks geben nicht automatisch die nutzbare Fachgröße wieder. Vergleichen Sie deshalb die Fachbreite und, sofern angegeben, die weiteren Innenmaße mit den größten vorgesehenen Unterlagen oder Gegenständen.
Für die Auswahl empfiehlt es sich, typische Sendungen vorab zu vermessen. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur die Breite, sondern auch die Tiefe, Höhe und Öffnungsweite des Fachs. Bei häufig anfallenden Mappen oder größeren Umschlägen sollte ausreichend Spielraum für eine einfache Entnahme vorhanden sein.
Schließung und Zugriffsorganisation
Schließsystem passend zur Nutzung
Die Schließung beeinflusst sowohl die Zugriffssicherheit als auch den Verwaltungsaufwand. Je nach Modell können unterschiedliche Schließsysteme zur Verfügung stehen. Vor der Bestellung sollte festgelegt werden, ob jedes Fach dauerhaft einer Person zugeordnet, von wechselnden Nutzern verwendet oder durch eine zentrale Stelle verwaltet wird.
Wichtige Prüfpunkte sind:
- Anzahl der mitgelieferten Schlüssel
- Verfügbarkeit von Ersatz- und Nachschlüsseln
- Möglichkeit einer zentralen oder administrativen Öffnung
- geregelte Ausgabe und Rücknahme der Schlüssel
- Vorgehen bei Schlüsselverlust
- Eignung für feste oder wechselnde Nutzer
- gewünschte Trennung zwischen Befüllung und Entnahme
Eine zentrale Öffnung sollte ausschließlich autorisierten Personen vorbehalten sein. Zuständigkeiten und Zugriffsrechte sind intern nachvollziehbar zu regeln.
Beschriftung und eindeutige Zuordnung
Etikettenrahmen oder andere Beschriftungsmöglichkeiten erleichtern die Zuordnung der Fächer. Je nach Organisation können Namen, Personalnummern, Abteilungen oder neutrale Fachnummern verwendet werden. In öffentlich zugänglichen Bereichen kann eine neutrale Nummerierung helfen, personenbezogene Angaben nicht unnötig sichtbar zu machen.
Die Beschriftung sollte gut lesbar, einheitlich und einfach austauschbar sein. Bei personellen Veränderungen lassen sich die Fächer dadurch ohne dauerhafte Änderungen am Schrank neu vergeben.
Material, Oberfläche und Farbgestaltung
Postverteilerschränke aus Stahl sind für die regelmäßige Nutzung in Büro-, Verwaltungs- und Betriebsbereichen ausgelegt. Lackierte oder pulverbeschichtete Oberflächen lassen sich in der Regel mit einem weichen Tuch reinigen. Die konkreten Pflege- und Herstellerangaben des jeweiligen Produkts sind dabei zu beachten.
Korpus- und Frontfarben können neben der Raumgestaltung auch die Orientierung unterstützen. Unterschiedliche Türfarben lassen sich beispielsweise Abteilungen, Etagen oder Nutzergruppen zuordnen. Für ein einheitliches Erscheinungsbild können mehrere Schränke mit abgestimmten Farbkombinationen zusammengestellt werden.
Unterbau und standsichere Aufstellung
Der Unterbau beeinflusst die Gesamthöhe, Reinigung und Nutzung des Schranks. Je nach Ausführung kommen beispielsweise Sockel oder andere Unterbauten infrage. Ein geschlossener Sockel reduziert schwer zugängliche Bereiche unter dem Schrank, während andere Konstruktionen die Bodenreinigung erleichtern können.
Postverteilerschränke müssen standsicher und entsprechend den Herstellerangaben aufgestellt werden. Abhängig von Höhe, Bauform, Standort und Nutzung kann eine Wand- oder Bodenbefestigung erforderlich sein. Dies gilt besonders für schmale, hohe oder frei zugängliche Schränke. Vor der Montage sind außerdem Leitungen in Wand und Boden sowie die Tragfähigkeit des Untergrunds zu prüfen.