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Anschlagmittel wie Gurte, Bänder & Schlingen

Anschlagmittel wie Hebebänder und Rundschlingen ermöglichen das sichere, flexible und materialschonende Heben von Lasten. In unserem Webshop finden Sie textile Anschlagmittel aus Polyester für den Einsatz mit Kranen, Staplern und anderen geeigneten Hebezeugen. Je nach Ausführung stehen unterschiedliche Tragfähigkeiten, Nutzlängen und Bauformen zur Verfügung. Hebebänder besitzen eine flache Auflagefläche und eignen sich besonders für empfindliche oder großflächige Lasten. Rundschlingen bestehen aus einem tragenden Faserkern mit schützendem Mantel und passen sich gut an runde oder unregelmäßig geformte Güter an. Für die Auswahl sind neben Gewicht und Abmessungen der Last auch Anschlagart, Neigungswinkel, Schwerpunkt, Temperatur und mögliche scharfe Kanten entscheidend. Die farbliche Kennzeichnung erleichtert die Zuordnung der Tragfähigkeit, ersetzt jedoch nicht die Prüfung des Etiketts und der zulässigen Belastung. Wählen Sie Ihr Anschlagmittel deshalb immer nach der konkreten Hebeaufgabe und den Angaben des Herstellers aus.
inkl. Mwst. | exkl. Mwst.
FAQ

Hebebänder sind flach und bieten eine vergleichsweise breite Auflagefläche. Rundschlingen bestehen aus einem endlos gelegten Faserkern mit schützendem Mantel und passen sich besonders gut an runde oder unregelmäßig geformte Lasten an. Welche Ausführung geeignet ist, hängt von Lastform, Anschlagpunkten, Oberflächen und geplanter Anschlagart ab.

Die erforderliche Tragfähigkeit richtet sich nach dem Gewicht der Last, ihrem Schwerpunkt, der Anschlagart, der Anzahl der tragenden Stränge und den auftretenden Winkeln. Maßgeblich sind die WLL-Angabe, die Tragfähigkeitstabelle und die Betriebsanleitung des Herstellers. Eine Sicherheitsreserve ersetzt keine fachgerechte Berechnung des Lastfalls.

WLL steht für Working Load Limit und bezeichnet die höchstzulässige Tragfähigkeit unter festgelegten Einsatzbedingungen. Die tatsächlich zulässige Belastung kann sich durch geschnürtes Anschlagen, Neigungswinkel oder andere Einflüsse verändern. Deshalb muss die WLL immer zusammen mit der vorgesehenen Anschlagart betrachtet werden.

Nein. Zurrgurte dienen dazu, Ladung während des Transports gegen Verrutschen oder Umkippen zu sichern. Sie sind nicht als Anschlagmittel zum Heben ausgelegt. Für Hebevorgänge dürfen nur eindeutig gekennzeichnete und für diesen Zweck vorgesehene Hebebänder, Rundschlingen oder andere geeignete Anschlagmittel eingesetzt werden.

Die Farben erleichtern bei genormten textilen Anschlagmitteln die Zuordnung der Nenntragfähigkeit. Violett steht beispielsweise üblicherweise für 1.000 kg, Grün für 2.000 kg und Gelb für 3.000 kg. Verbindlich ist immer das lesbare Produktetikett. Die Farbe allein reicht für die sichere Auswahl nicht aus.

Kantenschutz ist erforderlich, wenn das Anschlagmittel an scharfen, rauen oder für das textile Material ungünstig gerundeten Bereichen anliegt. Er schützt vor Schnitten und Abrieb. Auch bei scheinbar glatten Lasten sollten Grate, Schweißnähte und kleine Kantenradien geprüft werden. Der Kantenschutz muss für Anwendung und Belastung geeignet sein.

Die richtige Länge ergibt sich aus den Abmessungen der Last, der Position der Anschlagpunkte, der Anschlagart und der verfügbaren Hubhöhe. Auch notwendige Umschlingungen und Winkel müssen berücksichtigt werden. Bei Rundschlingen ist zwischen Nutzlänge und Gesamtumfang zu unterscheiden. Maßgeblich ist die Längendefinition des jeweiligen Herstellers.

Ein Anschlagmittel ist unter anderem bei Schnitten, Rissen, beschädigten Nähten, starkem Abrieb, Wärme- oder Chemikalienschäden, einem sichtbaren Faserkern sowie bei fehlender oder unlesbarer Kennzeichnung aus dem Betrieb zu nehmen. Im Zweifel darf es nicht weiterverwendet werden und muss fachkundig beurteilt werden.

Grober Schmutz sollte materialschonend gemäß den Pflegehinweisen des Herstellers entfernt werden. Aggressive Reinigungsmittel und starke Hitze sind zu vermeiden. Anschließend wird das Anschlagmittel vollständig an der Luft getrocknet und sauber, trocken sowie geschützt vor UV-Strahlung, Chemikalien und scharfen Gegenständen gelagert.

Vor jedem Einsatz ist eine Sichtkontrolle erforderlich. Zusätzlich sind regelmäßige Prüfungen durch eine dafür qualifizierte Person notwendig. Die konkreten Intervalle richten sich nach gesetzlichen und betrieblichen Vorgaben, Einsatzhäufigkeit, Beanspruchung und Umgebungsbedingungen. Bei außergewöhnlichen Ereignissen oder vermuteten Schäden ist eine zusätzliche Prüfung erforderlich.

Textile Anschlagmittel für professionelle Hebearbeiten

Hebebänder und Rundschlingen verbinden eine hohe Tragfähigkeit mit einem vergleichsweise geringen Eigengewicht. Sie lassen sich einfach transportieren, gut an der Last positionieren und sind gegenüber empfindlichen Oberflächen schonender als viele metallische Anschlagmittel. In unserem Sortiment finden Sie Ausführungen aus Polyester mit wählbarer Tragfähigkeit und Länge für unterschiedliche Aufgaben in Lager, Werkstatt, Produktion, Montage und innerbetrieblicher Logistik.

Textile Anschlagmittel dürfen ausschließlich zum Heben und Anschlagen von Lasten eingesetzt werden, wenn Produkt, Hebezeug, Anschlagpunkt und Anwendung aufeinander abgestimmt sind. Ein Zurrgurt zur Ladungssicherung ist kein Anschlagmittel und darf nicht zum Heben verwendet werden.

Hebebänder mit breiter Auflagefläche

Hebebänder sind flache textile Anschlagmittel. Ihre breite Auflagefläche verteilt den Druck auf einen größeren Bereich der Last. Das ist besonders bei Bauteilen, Maschinen oder Werkstücken mit empfindlichen Oberflächen vorteilhaft.

Je nach Ausführung können Hebebänder mit verstärkten Endschlaufen, als Endlosband oder mit geeigneten Beschlagteilen ausgestattet sein. Die Bandbreite, Länge und Tragfähigkeit richten sich nach der jeweiligen Hebeaufgabe. Bei kleinen Auflageradien oder Kanten muss zusätzlich geprüft werden, ob Kantenschutz oder eine robustere Ausführung erforderlich ist.

Rundschlingen für anpassungsfähiges Anschlagen

Rundschlingen besitzen einen endlos gelegten, tragenden Faserkern. Ein gewebter Mantel schützt diesen Kern vor äußeren Einwirkungen. Die flexible Konstruktion legt sich gut um runde, zylindrische oder unregelmäßig geformte Lasten.

Unser Sortiment umfasst Rundschlingen aus Polyester mit unterschiedlichen Nutzlängen und Tragfähigkeiten. Ausführungen mit Doppelmantel bieten dem tragenden Kern zusätzlichen äußeren Schutz. Der Mantel ist dennoch nicht schnittfest. Bei scharfen Kanten oder rauen Kontaktflächen ist ein geeigneter Kantenschutz erforderlich.


Auswahl nach Last und Einsatzbedingungen

Ein Anschlagmittel wird nicht allein nach dem Gesamtgewicht der Last ausgewählt. Die tatsächlich zulässige Belastung hängt auch von der Anschlagart, der Zahl der tragenden Stränge sowie deren Verlauf ab. Maßgeblich sind stets das Produktetikett, die Betriebsanleitung und die Tragfähigkeitstabelle des Herstellers.

Tragfähigkeit und Lastverteilung

Die Working Load Limit, kurz WLL, bezeichnet die höchstzulässige Tragfähigkeit unter den angegebenen Bedingungen. Vor jedem Hebevorgang müssen Gewicht und Schwerpunkt der Last bekannt sein.

Bei der Auswahl sind insbesondere folgende Punkte zu berücksichtigen:

  • tatsächliches Gewicht der Last
  • Lage des Schwerpunkts
  • Anzahl der wirksam tragenden Stränge
  • direkte, geschnürte oder umgelegte Anschlagart
  • Neigungswinkel bei mehrsträngigen Anschlagmitteln
  • Form und Auflageradius der Last
  • Tragfähigkeit der Anschlagpunkte
  • zulässige Belastung des eingesetzten Hebezeugs
  • dynamische Einwirkungen oder mögliche Stoßbelastungen

Bei geschnürtem Einsatz oder ungünstigen Winkeln kann sich die zulässige Tragfähigkeit gegenüber einem geraden Zug verringern. Die Nenntragfähigkeit auf dem Etikett darf daher nicht ohne Berücksichtigung der Anschlagart auf jede Anwendung übertragen werden.

Nutzlänge passend bestimmen

Bei Rundschlingen bezeichnet die Nutzlänge üblicherweise die flach ausgelegte Länge von Auflagepunkt zu Auflagepunkt. Der Umfang ist entsprechend größer. Bei Hebebändern hängt die relevante Längenangabe von der Bauform ab.

Das Anschlagmittel sollte lang genug sein, um die Last sicher aufzunehmen, ohne unzulässige Winkel, Quetschungen oder einen ungünstigen Schnürpunkt zu erzeugen. Eine zu große Länge kann gleichzeitig die verfügbare Hubhöhe einschränken. Vor der Bestellung sollten deshalb Lastabmessungen, Anschlagpunkte, Hakenhöhe und erforderliche Arbeitshöhe berücksichtigt werden.

Material und Umgebungsbedingungen

Polyester ist leicht, flexibel und für zahlreiche industrielle Hebeaufgaben geeignet. Die Einsatzgrenzen hängen jedoch von der konkreten Produktausführung ab. Temperatur, Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Chemikalien und Verschmutzungen können die Gebrauchsfähigkeit beeinflussen.

Vor dem Einsatz in chemisch belasteten Bereichen ist die Materialbeständigkeit anhand der Herstellerangaben zu prüfen. Das gilt besonders für Säuren, Laugen, Lösungsmittel und unbekannte Stoffgemische. Auch bei außergewöhnlich hohen oder niedrigen Temperaturen muss die Freigabe des jeweiligen Produkts beachtet werden.


Farbcodes unterstützen die Zuordnung

Textile Anschlagmittel werden häufig durch genormte Farben und eingewebte Tonnenstreifen gekennzeichnet. Bei den in unserem Sortiment verfügbaren Tragfähigkeiten erleichtern folgende Farben die Orientierung:

  • 1.000 kg: Violett
  • 2.000 kg: Grün
  • 3.000 kg: Gelb
  • 4.000 kg: Grau
  • 5.000 kg: Rot
  • 6.000 kg: Braun
  • 8.000 kg: Blau
  • 10.000 kg: Orange

Entscheidend bleibt immer die lesbare Kennzeichnung am Produkt. Farbe und Tonnenstreifen dienen als zusätzliche Orientierung. Sie ersetzen weder die Produktprüfung noch die Beachtung der Tragfähigkeitstabelle.


Anschlagarten fachgerecht berücksichtigen

Die Belastung eines Hebebands oder einer Rundschlinge verändert sich mit der Art des Anschlagens. Eine sichere Auswahl setzt deshalb voraus, dass der geplante Lastfall bereits vor dem Hebevorgang feststeht.

Direkter Anschlag

Beim direkten Anschlag wird das Anschlagmittel zwischen Anschlagpunkt der Last und Lasthaken eingesetzt. Dabei muss es ohne Verdrehung oder seitliche Belastung in Haken und Beschlagteilen liegen. Haken müssen ausreichend Raum bieten und dürfen das textile Material nicht einklemmen oder an einer Kante belasten.

Umgelegter Anschlag

Beim umgelegten Einsatz wird das Anschlagmittel unter der Last hindurchgeführt. Die Last kann dadurch an mehreren Auflagepunkten aufgenommen werden. Eine gleichmäßige Belastung setzt voraus, dass Schwerpunkt, Auflageflächen und Länge korrekt berücksichtigt werden.

Geschnürter Anschlag

Beim geschnürten Anschlag legt sich das Anschlagmittel um die Last und zieht sich unter Belastung zu. Diese Anschlagart kann die zulässige Tragfähigkeit reduzieren. Außerdem muss verhindert werden, dass das Material an Kanten scheuert oder der Schnürwinkel zu klein wird. Maßgeblich sind die Belastungsangaben des Herstellers.


Oberflächen und Anschlagmittel schützen

Textile Anschlagmittel sind materialschonend, aber nicht gegen Schnitte, Abrieb oder Hitze immun. Eine Kante gilt im Einsatz bereits dann als kritisch, wenn der Kantenradius im Verhältnis zur Materialdicke zu klein ist. Auch vermeintlich glatte Bauteile können Grate, Schweißnähte oder raue Stellen aufweisen.

Kantenschutz richtig einsetzen

Geeignete Schutzschläuche, Schutzprofile oder Kantenschutzwinkel trennen das Anschlagmittel von der gefährdenden Stelle. Der Schutz muss zur Geometrie der Last passen, während des gesamten Hebevorgangs an seiner Position bleiben und für die auftretende Belastung vorgesehen sein.

Provisorische Zwischenlagen sind kein verlässlicher Ersatz für geprüften, anwendungsgerechten Kantenschutz. Das Anschlagmittel darf außerdem nicht geknotet, verdreht oder über scharfkantige Bauteile gezogen werden.

Wärme und Reibung vermeiden

Anschlagmittel dürfen nicht über den Boden oder unter einer aufliegenden Last hervorgezogen werden. Durch Reibung können Mantel und Gewebe beschädigt oder lokal erwärmt werden. Kontakt mit heißen Oberflächen, Schweißspritzern und offenem Feuer ist zu vermeiden. Die zulässigen Temperaturgrenzen der jeweiligen Produktausführung sind verbindlich.


Sichere Anwendung im Betrieb

Vor jedem Einsatz ist durch eine befähigte und unterwiesene Person zu beurteilen, ob das Anschlagmittel für den vorgesehenen Lastfall geeignet und frei von erkennbaren Schäden ist. Die Last muss gegen Kippen, Rutschen und unbeabsichtigte Bewegung gesichert sein.

Zum sicheren Vorgehen gehören insbesondere:

  • Gewicht und Schwerpunkt eindeutig bestimmen
  • geeignete Anschlagpunkte verwenden
  • Tragfähigkeit für die konkrete Anschlagart prüfen
  • Hebeband oder Rundschlinge ohne Verdrehung anlegen
  • Kanten und raue Kontaktstellen schützen
  • Lasthaken nicht an der Spitze belasten
  • Anschlagmittel nicht verknoten oder eigenmächtig verändern
  • Last zunächst probeweise leicht anheben
  • Gefahrenbereich und Bereich unter schwebenden Lasten freihalten
  • ruckfreies Heben und Senken sicherstellen

Beschädigte oder nicht eindeutig gekennzeichnete Anschlagmittel dürfen nicht weiterverwendet werden. Eigenmächtige Reparaturen, etwa durch Nähen, Kleben oder Verknoten, sind unzulässig.


Prüfung, Ablegereife und Lagerung

Textile Anschlagmittel müssen vor Gebrauch kontrolliert und entsprechend der betrieblichen Vorgaben regelmäßig geprüft werden. Prüfintervalle richten sich nach Einsatzhäufigkeit, Beanspruchung, Umgebungsbedingungen und geltenden Vorschriften.

Sichtprüfung vor jedem Einsatz

Bei der täglichen Kontrolle ist besonders auf folgende Merkmale zu achten:

  • Schnitte, Risse oder Löcher
  • beschädigte Nähte oder Schlaufen
  • Abrieb und aufgeraute Gewebebereiche
  • beschädigter Mantel einer Rundschlinge
  • sichtbarer oder verschobener Faserkern
  • Verformungen und Quetschungen
  • Wärme-, Schweiß- oder Chemikalienschäden
  • beschädigte Beschlagteile
  • Knoten oder dauerhafte Verdrehungen
  • fehlendes oder unlesbares Etikett

Bestehen Zweifel an der weiteren Gebrauchsfähigkeit, ist das Anschlagmittel aus dem Betrieb zu nehmen und einer fachkundigen Beurteilung zuzuführen.

Saubere und trockene Aufbewahrung

Hebebänder und Rundschlingen sollten trocken, sauber und geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung gelagert werden. Kontakt mit Chemikalien, scharfkantigen Werkzeugen und heißen Oberflächen ist zu vermeiden. Feuchte Anschlagmittel sollten frei trocknen können. Eine Trocknung auf Heizkörpern oder mit starker direkter Hitze kann das Material beeinträchtigen.


Passende Hebezeuge und Zubehör kombinieren

Das Anschlagmittel ist nur ein Bestandteil des gesamten Lastaufnahmesystems. Kran, Stapleranbaugerät, Kettenzug, Seilzug, Lasthaken, Schäkel und Anschlagpunkt müssen für die Last und die geplante Anwendung geeignet sein. Die Tragfähigkeit des Gesamtsystems richtet sich nach dem Bauteil mit der geringsten zulässigen Belastung.

In unserem Webshop können Sie ergänzend geeignete Hebezeuge wie Kettenzüge und Seilzüge auswählen. Zubehör und Verbindungselemente müssen in Abmessung, Form und Tragfähigkeit zum verwendeten Hebeband oder zur Rundschlinge passen. Textile Anschlagmittel dürfen nicht in zu kleine Haken, Ösen oder Schäkel gezwungen werden.